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01 Juni 2017

Vertrauen

Nun... die Arztbriefe scheinen sich bei der Barmer GEK Landau - Pfalz in Luft aufgelöst zu haben, sie sind zumindest nicht in Schwäbisch-Gmünd angekommen. Ich bin wirklich sauer, denn ich habe mich extrem bemüht die Arztbriefe asap zu bekommen. Jetzt muss ich die Arztbriefe nochmal einreichen.... Dieses mal werde ich mir eine Bestätigung geben lassen, ich dachte ja ein Zeuge würde reichen....





Die Dame der ich die letzten Arztbriefe gegeben habe, wurde auch extrem unfreundlich als ich erwähnte worum es ging. Aber ich bin so Gutgläubig und vertraue Mitarbeitern meiner Krankenkasse... böser Fehler!

Nun habe ich die Dokumente eingescannt und diese via E-Mail an den zuständigen Mitarbeiter in Schwäbisch-Gmünd gesandt. (Mit Lesebestätigung). Nun heißt es wieder warten, warten und noch mehr warten. Ich hoffe sehr, dass im zweiten Anlauf eine Zusage kommt, ansonsten wird sich der Spaß über Jahre vor Gericht ziehen, oh Freude (Nicht!).

Gute Nachrichten:

Der Stillstand meines Gewichts ist auch endlich vorbei, im März habe ich stolze 145,5 kg auf die Waage gebracht, Heute sind es 136,2 kg. Ich habe ein paar Dinge an meinem Ernährungsplan abgeändert und voilà, die Kilos fallen. Motivation bekomme ich von meinem Ehemann, er macht alles brav mit 💓💓.

Ich gebe nicht auf! Ich versuche es jetzt auf dem konventionellen Weg, denn meine Gesundheit steht auf dem Spiel. Und wenn es nur ein paar Kilos sind, besser als nur auf die OP Zusage zu warten.

Ich werde euch wie immer über alle News informieren ✌

Bis dahin, genießt den Sommer!

Viele Grüße

keksi







02 März 2017

Lange nichts hören lassen

Es ist schon ein paar Monate her dass ich etwas geschrieben habe, aber manchmal frisst einen der Alltag einfach auf. Die Arbeit überhäuft einen, dann war Weihnachten und im Februar habe ich mir eine super Lendenwirbel Prellung eingefangen inklusive einem Aufenthalt im Krankenhaus, da ich weder sitzen, liegen noch laufen konnte. So langsam geht nun wieder alles, leider nur mit starken Schmerzmitteln, aber dennoch ist es schön mal wieder aufrecht sitzen zu können, auch wenn es nur max. eine Stunde klappt.





In den letzten paar Monaten ging es wieder auf und ab mit meinem Gewicht, das lag natürlich auch am Essen zu Weihnachten und den vielen Party´s (Silvester und einige Geburtstage). Aber im Großen und Ganzen konnte ich zumindest mein Gewicht halten, das ist ja auch schonmal etwas wert.

Die letzten paar Tage habe ich damit verbracht meinen Antrag endgültig fertig zu schreiben, nachdem ich alles zusammengetragen habe was die Krankenkasse verlangt hat. Da ich etwas länger gewartet habe, haben sich 68 Seiten ( 1 Woche/Seite) Ernährungstagebuch und 66 Seiten Bewegungstagebuch angesammelt. Dazu kommen noch Laborwerte, Erklärungen, Gutachten, Fragebögen und Hausarztschreiben. Das war ein verdammt dicker Wälzer :)

Gestern habe ich es dann endlich getan, ich habe meinen Antrag persönlich bei der Kasse abgeliefert, die Augen der Dame wurden schon groß, als sie den Antrag mit über 120 Seiten vor sich sah, aber es war alles vollständig. Sie war sehr nett und sagte ich könne jederzeit anrufen und mich nach dem Stand der Dinge erkundigen, spätestens in 5 Wochen weiß ich dann ob es klappt oder ob ich weiter kämpfen muss.

Um diesen Tag unvergessen zu machen, habe ich mich gestern, um meinen neuen Lebensabschnitt einzuläuten, das erste Mal tätowieren lassen. Da ich ein sehr großer Harley Quinn & Joker Fan bin, habe ich die beiden in einem Tattoo vereint. Ein Kumpel sagte passend zu dem Tattoo: "Nun lachst du die ganze Welt aus, ist doch cool!"

Ja das ist es, symbolisch lache ich all die jenigen aus, welche mich verspottet, ausgegrenzt und beleidigt haben. Dafür steht dieses Tattoo nun!

Also ihr Lieben, tut mir leid dass ich so lange nichts hören lassen habe, drückt mir die Daumen für den Antrag. Ich hoffe dies war endlich der letzte Schritt :)

Jetzt halte ich euch auch wieder auf dem Laufenden :)

Liebe Grüße


29 September 2016

Der abschließende Bericht und wie er auf sich warten lässt...

In den letzten paar Wochen habe ich den Willen verloren weiter zu machen. Am 4.8. wurde mir gesagt, dass ich den abschließenden Bericht innerhalb von 4 Wochen zugesandt bekomme um meinen Antrag zu stellen, doch er kam nicht. Totale Verzweiflung machte sich breit, mein Mann hat vor ein paar Tagen ein heimliches Foto von mir gemacht, es war schrecklich, ich habe mich nicht wieder erkannt. Ich habe geweint, eine halbe Stunde, ich war total durch mit dem Thema... Ich fiel in einen Depri und in absoluten Selbstmitleid.Ich fühlte mich so hässlich, dass ich gar nicht mehr raus wollte.



Mein Mann ermutigte mich diesen Montag im Adipositas Zentrum anzurufen und nach dem Bericht zu fragen. Mir wurde gesagt, dass es spätestestens am 6.10. versandt wird und das der Zuspruch für die OP gegeben wurde. Nun warte ich auf den Bericht um endlich den Antrag stellen zu können. Ich bin gespannt.

Ich versuche die Hoffnung nicht zu verlieren, dich ich kämpfe schon fast ein Jahr um diese OP und diese Durststrecke macht mir echt zu schaffen.


Nun mal etwas anderes aus meinem Leben:

Ich war vor zwei Wochen auf Geschäftsreise in Bayern, am Tag als ich nach Hause fahren wollte, bin ich auf dem Weg zur S-Bahn schlimm umgeknickt und habe mir eine Bänder Dehnung zugezogen. Ich habe den Sturz mit meinem linken Knie abgebremst und habe hier natürlich eine Schürfwunde davon getragen. Die Schürfwunde wurde nicht weiter beachtet, es ist immerhin nur eine Schürfwunde. Aus dieser Wunde wurde eine heftige Entzündung, ein paar Tage später lag ich mit Fieber im Bett. Im Moment nehme ich Penicillin und hoffe dass die Entzündung abklingt.

Also entschuldigt wenn die Posts nicht mehr so Regelmäßig kommen, ich gebe mir Mühe :).

Wenn ihr Operiert seid oder es noch  vor euch habt, wie war es denn bei euch, wie lange habt ihr auf den Bericht gewartet?

Ich freue mich auf eure Kommentare :)

eure keksi


02 Juli 2016

Achterbahn



Manchmal frage ich mich, was ich falsch mache... Ich esse eigentlich so gut wie nichts, trinke nur Wasser und doch steht mehr auf der Waage als letzte Woche. Ich hab im Moment echt ein Tief. Zum Sport komme ich gar nicht mehr, ich bin einfach total lustlos, frustriert weil meine Hosen nicht mehr passen. Ja eigentlich sollte mich das dazu bewegen etwas zu tun, aber es wirkt so als würde nichts etwas bringen. 

Die Wartezeit bis zum nächsten Termin in der Chirugie macht mich seelisch fertig, ich brauche einen Zeitsprung! In der Zwischenzeit werde ich dem Heidelberger Schlaflabor noch einen Besuch abstatten. 

Da ich schlimme Schlaf Apnoe habe und ich denke eine Bestätigung könnte der Bewilligung helfen. Am 6.7. habe ich dort einen Termin, ich berichte dann :).

 Ende des Monats steht unser Umzug ins Haus an, das muss noch alles geplant werden... Mir wächst das alles gerade über den Kopf. 

Habt ihr ein paar Tipps wie ich wieder in die Spur komme? 




25 Juni 2016

bariatrische Op im GKV-Leistungskatalog

Ich stöbere ja immer wieder im Netz nach News über bariatrische OP´s und bin hier auf einen tollen Artikel gestoßen. 

Es ist schön zu sehen, das Experten und Ärzte dafür kämpfen das Adipositas als Krankheit angesehen wird und nicht als einfache Faulheit abgetan wird, wie es bislang der Fall ist. Ich selbst hatte mit den Vorurteilen meines eigenen Hausarztes zu kämpfen, er wollte mir nicht helfen, auch eine Anfrage nach Hilfe bei der Krankenkasse war erfolglos. Erst als ich selbst ins Adipositas Zentrum Heidelberg
ging wurde mir Hilfe angeboten.


Umso mehr freut es mich zu lesen das Experten sich dafür einsetzen die bariatrischen OP`s in den GKV-Leistungskatalog aufnehmen zu lassen, damit würde vielen Menschen die an Adipositas leiden geholfen werden. 

Gebt nie auf! 

                       Hier findet ihr den Artikel der Ärztezeitung




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24 Juni 2016

MMK abgeschlossen, auf zum nächsten Ziel!






Nun ist es vollbracht, alle Stationen sind durchlaufen, von allen Ärzten und auch der Ernährungsberatung gab es grünes Licht für die OP.  Jetzt heißt es wieder warten, auf den Termin bei der Chirurgie, dieser ist erst am 5.8.2016, ich bin jetzt so hibbelig und frage mich noch mehr, ob die Krankenkasse meinen Antrag genehmigt. Aber der Antrag wird ja erst gestellt wenn ich in der Chirurgie war, also heißt es warten.

Bei der Ernährungsberatung sind wir gestern noch einmal alles durchgegangen, ob ich mir bewusst bin was nun passiert, wie die Ernährung kurz vor und nach der OP aussieht. Ich muss sagen, das wird ein hartes Stück Arbeit, aber ich will es schaffen und ich gebe nicht auf weil evtl. etwas unbequem wirkt!

Ich weiß dass einige mit meiner Entscheidung nicht "Einverstanden" sind, da diese OP irreversibel ist und eine konventionelle Abnahme viel "gesünder" ist.
Ja ich höre euch, verstehe auch eure Argumente, es ist nicht so, dass ich auch einmal auf dieser "Seite" stand, doch ich bin am Ende, ich hatte bereits konventionell gute Abnehm-Erfolge, jedoch kämpfen Vernunft & Verlangen so lang, bis der Verlangen irgendwann überhand nimmt.
Diesen Kampf habe ich mir jetzt 12 Jahre gegeben, das Resultat war, dass ich immer dicker wurde. Also holte ich mir ärztliche Hilfe und arbeitete gemeinsam mit meinen Ärzten ein Konzept aus. Bitte verurteilt mich nicht, oder sagt dass ich einen einfachen Weg gehe, denn dieser Weg wird alles andere als einfach für mich.

Wie ist eure Meinung, gibt es bei euch Pro´s & Contra´s für eine OP / konventionelle Abnahme? Darüber würde ich gerne mit euch diskutieren :) 

10 Juni 2016

Die Geschichte vom Sport und der Scham


Ja Sport.... das ist für fette Frauen wie mich echt ein schlimmes Thema, vor allem wenn es darum geht, in ein Fitness Studio zu gehen. Ich war letztes Jahr in besagter Einrichtung, das auch ziemlich lange und regelmäßig jeden Tag nach der Arbeit, doch dann passierte es...

Zwei Männer Mitte 20 standen vor dem Fenster, an dem ich mich gerade mit dem Abduktor abmühte, und fingen an mit dem Finger auf mich zu zeigen, mich nachzumachen und über mich zu lachen, danach war dieses Thema für mich gegessen. Manche mögen nun sagen:"So sind nicht alle!" Ja das weiß ich, aber solche Idioten gibt es in jedem Studio, also:"NEIN DANKE!"

Also kaufte ich mir kurzer Hand ein Ergometer, eine Yogamatte und ein paar Kurzhanteln.... Diese ganzen Dinge verstaubten dann erst einmal :(

Denn meine Motivation war dahin... Ich schämte mich sogar vor meinem Mann Sport zu machen...

Heute mache ich meine Übungen nach der Arbeit zu Hause, nutze dieYogamatte, die  Hanteln und Ergometer, aber der Weg dahin, seine innere Stimme der Scham zu überwinden, war schwer.

Im Moment versuche ich meine 10000 Schritte am Tag zu machen und irgendwie dran zu bleiben, denn am 22.6. ist endlich der letzte Termin in der Endokrinologie und ich hoffe, dass mein Antrag endlich abgeschickt wird.

Ist das bei euch auch so, habt ihr evtl. ähnliches erlebt? Wie bleibt ihr dran und wie motiviert ihr euch?

04 Juni 2016

Einfach ich...





Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht ob ich das hier veröffentlichen soll, oder gar auf Facebook teile, dies würde mich bloßstellen, habe ich gedacht....

Viel zeit habe ich damit verbracht mich zu beschweren, Ausreden zu suchen warum ich so "fett" bin, aber das ist vorbei. Das Leben als fette Frau ist schrecklich,
denn man entspricht nicht dem Schönheitsideal, ob es in öffentlichen Verkehrsmitteln ist, beim Einkaufen, egal wo wenn man in der Öffentlichkeit, wird man belächelt,
gemieden, mit angewiderten Blicken gemustert. Man wird wie eine Aussätzige behandelt, nur weil man als Frau zu viel wiegt...

Die Sprüche von Freunden wie: "Du hast ein tolles Gesicht" oder "nimm halt ein paar Kilo ab!" oder "stell deine Ernährung um!" (um nur ein paar Beispiele zu nennen)
kann ich nicht mehr hören, das ist verletzend!!! Als ob ich nicht schon versucht hätte abzunehmen und meine Ernährung umzustellen, nur geht das ein paar Monate gut,
man nimmt auch ab, doch dann nimmt man wieder zu, weil man einfach aufgibt, das klingt so als hätte ich keinen Bock darauf, doch das stimmt nicht!

Inzwischen habe ich Arthrose in den Sprunggelenken, jeder Schritt ist eine Qual, Treppen steigen ist eine richtige Herausforderung für mich, es ist mir regelrecht peinlich,
wenn ich nach Luft japse beim Treppen steigen, es ist schon soweit, das meine Kollegen Treppen steigen und ich aus Scham den Aufzug nehme, nur damit sie es nicht mitbekommen.
Im Schlaf muss mein Mann mich wecken, da ich teilweise aufhöre zu Atmen.

An alle die uns fette Frauen angewidert ansehen, uns verspotten und uns meiden, weil wir zu viel wiegen: Wir sind auch Menschen, auch wir sind gepflegt, intelligent und haben Gefühle!

Ich habe letztes Jahr den Entschluss gefasst, dass es nicht so weitergehen kann, nicht weil mein Aussehen mir nicht gefällt, sondern weil mein Leben keine Lebensqualität aufweist und ich auf soviel
verzichten muss. Also holte ich mir Hilfe, ging ins Adipositas Zentrum und begann mit einem 6 Monatigen Abnehmversuch, mit Ernährungsberatung unter ärztlicher Aufsicht mit dem Ziel einer bariatrischen OP.

Jetzt denkt so mancher von euch bestimmt: "Ach sie geht also den einfachen Weg?!?!" Nein, ich ziehe einfach die Reißleine, denn wenn ich so weiter mache, kann ich bald nicht mehr laufen, nicht weil ich mich vor
lauter Fett nicht mehr bewegen kann, sondern weil meine Gesundheit abartig unter dem Gewicht leidet.

Ich gehe nun diesen Weg, habe sicher noch einige Hindernisse vor mir, denn die OP wurde noch nicht beantragt und dann ist da noch die Krankenkasse, welche die OP erstmal genehmigen muss.
Bis jetzt sind meine Ärzte und meine Ernährungsberaterin guter Dinge und alle sind einer Meinung, die OP ist notwendig. Normalerweise rät die Ernährungsberatung zur herkömmlichen Methode,
aber in meinem wird selbst von dieser Seite gesagt: "Ja, die OP ist notwendig".

Das ist alles andere als einfach, und auch keine "schwupps jetzt bin ich schlank" Lösung! Mein Weg dauerte 12 Jahre, bis ich mich dafür entschieden habe. Ich will einfach noch länger für mein Kind und meine Familie da sein!