25 Juni 2016

Petition zur Anerkennung der Krankheit „Adipositas“

Ich habe ja heute bereits den Artikel aus der Ärztezeitung gepostet, in dem es um dieses Thema geht. Nun bin ich durch Zufall auf einen Blogpost von Michael Wirtz gestoßen, in dem es um die Anerkennung von Adipositas als Krankheit geht, mit zugehöriger Petition.

Jetzt haben wir eine Chance etwas zu bewegen, mit unserer Unterschrift! Also zögert nicht und unterschreibt, teilt und berichtet darüber!





Hier gehts zur Petition:

http://www.europeanobesityday.eu/get-involved/






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bariatrische Op im GKV-Leistungskatalog

Ich stöbere ja immer wieder im Netz nach News über bariatrische OP´s und bin hier auf einen tollen Artikel gestoßen. 

Es ist schön zu sehen, das Experten und Ärzte dafür kämpfen das Adipositas als Krankheit angesehen wird und nicht als einfache Faulheit abgetan wird, wie es bislang der Fall ist. Ich selbst hatte mit den Vorurteilen meines eigenen Hausarztes zu kämpfen, er wollte mir nicht helfen, auch eine Anfrage nach Hilfe bei der Krankenkasse war erfolglos. Erst als ich selbst ins Adipositas Zentrum Heidelberg
ging wurde mir Hilfe angeboten.


Umso mehr freut es mich zu lesen das Experten sich dafür einsetzen die bariatrischen OP`s in den GKV-Leistungskatalog aufnehmen zu lassen, damit würde vielen Menschen die an Adipositas leiden geholfen werden. 

Gebt nie auf! 

                       Hier findet ihr den Artikel der Ärztezeitung




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24 Juni 2016

MMK abgeschlossen, auf zum nächsten Ziel!






Nun ist es vollbracht, alle Stationen sind durchlaufen, von allen Ärzten und auch der Ernährungsberatung gab es grünes Licht für die OP.  Jetzt heißt es wieder warten, auf den Termin bei der Chirurgie, dieser ist erst am 5.8.2016, ich bin jetzt so hibbelig und frage mich noch mehr, ob die Krankenkasse meinen Antrag genehmigt. Aber der Antrag wird ja erst gestellt wenn ich in der Chirurgie war, also heißt es warten.

Bei der Ernährungsberatung sind wir gestern noch einmal alles durchgegangen, ob ich mir bewusst bin was nun passiert, wie die Ernährung kurz vor und nach der OP aussieht. Ich muss sagen, das wird ein hartes Stück Arbeit, aber ich will es schaffen und ich gebe nicht auf weil evtl. etwas unbequem wirkt!

Ich weiß dass einige mit meiner Entscheidung nicht "Einverstanden" sind, da diese OP irreversibel ist und eine konventionelle Abnahme viel "gesünder" ist.
Ja ich höre euch, verstehe auch eure Argumente, es ist nicht so, dass ich auch einmal auf dieser "Seite" stand, doch ich bin am Ende, ich hatte bereits konventionell gute Abnehm-Erfolge, jedoch kämpfen Vernunft & Verlangen so lang, bis der Verlangen irgendwann überhand nimmt.
Diesen Kampf habe ich mir jetzt 12 Jahre gegeben, das Resultat war, dass ich immer dicker wurde. Also holte ich mir ärztliche Hilfe und arbeitete gemeinsam mit meinen Ärzten ein Konzept aus. Bitte verurteilt mich nicht, oder sagt dass ich einen einfachen Weg gehe, denn dieser Weg wird alles andere als einfach für mich.

Wie ist eure Meinung, gibt es bei euch Pro´s & Contra´s für eine OP / konventionelle Abnahme? Darüber würde ich gerne mit euch diskutieren :) 

12 Juni 2016

Gedanken...

Die OP ist so nah, aber doch so fern, wird sie überhaupt genehmigt?!?! Ich habe schon viel über die Willkür des MDK gehört und habe eher ein schlechtes Gefühl bei der Sache.

Dann ist da die Tatsache, dass ich nur mein Gewicht halte im Moment, dabei esse ich wirklich wenig, trinke ausschließlich Wasser und gehe 10-12000 Schritte am Tag. Meine Hosen passen teilweise nicht mehr, weil sie mir eine Nummer zu klein geworden sind, das Gewicht ist aber dasselbe.

Wenn ich mich nicht zu 100% an den Low Carb Plan halte, gerät alles aus den Fugen, das Gewicht steht, ich bin super müde und lustlos.

Ich habe ein Kaloriendefiziet von ca. 500 kcal und nichts, aber auch nichts tut sich. Ich habe die Vermutung, dass es evtl. daran liegt, dass ich nur noch "spazieren gehe" anstatt richtig Cardio & Krafttrainig zu machen, nur im Moment ist das bei meinem Arbeitspensum gar nicht möglich.

Ich muss mich einfach weiter durchkämpfen und hoffen, dass ich mich wieder fange.

Wer Interesse hat, kann sich gerne meine kleine Roadmap ansehen, da habe ich aufgelistet wie weit der Weg zur OP schon fortgeschritten ist.

Wäre mein Mann nicht für mich da, würde ich glaube ich im Moment total zusammen brechen.

Ich habe mir auf jeden Fall mal vorgenommen, ab Morgen wieder meine Hanteln etc. auszupacken um evtl. doch wieder ein paar Erfolge zu erzielen.

Ich hoffe, dass am 22.6. dann alles glatt läuft und ich den Antrag endlich stellen kann, dieses Warten macht mich echt fertig.

Nun aber genug geheult :) habt ihr vlt. Ähnliche Erfahrungen gemacht und könnt mir einen Tip geben? Ich freue mich auf eure Antworten.

Jetzt wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag und viel Spaß beim Deutschland Spiel heute Abend.

10 Juni 2016

Die Geschichte vom Sport und der Scham


Ja Sport.... das ist für fette Frauen wie mich echt ein schlimmes Thema, vor allem wenn es darum geht, in ein Fitness Studio zu gehen. Ich war letztes Jahr in besagter Einrichtung, das auch ziemlich lange und regelmäßig jeden Tag nach der Arbeit, doch dann passierte es...

Zwei Männer Mitte 20 standen vor dem Fenster, an dem ich mich gerade mit dem Abduktor abmühte, und fingen an mit dem Finger auf mich zu zeigen, mich nachzumachen und über mich zu lachen, danach war dieses Thema für mich gegessen. Manche mögen nun sagen:"So sind nicht alle!" Ja das weiß ich, aber solche Idioten gibt es in jedem Studio, also:"NEIN DANKE!"

Also kaufte ich mir kurzer Hand ein Ergometer, eine Yogamatte und ein paar Kurzhanteln.... Diese ganzen Dinge verstaubten dann erst einmal :(

Denn meine Motivation war dahin... Ich schämte mich sogar vor meinem Mann Sport zu machen...

Heute mache ich meine Übungen nach der Arbeit zu Hause, nutze dieYogamatte, die  Hanteln und Ergometer, aber der Weg dahin, seine innere Stimme der Scham zu überwinden, war schwer.

Im Moment versuche ich meine 10000 Schritte am Tag zu machen und irgendwie dran zu bleiben, denn am 22.6. ist endlich der letzte Termin in der Endokrinologie und ich hoffe, dass mein Antrag endlich abgeschickt wird.

Ist das bei euch auch so, habt ihr evtl. ähnliches erlebt? Wie bleibt ihr dran und wie motiviert ihr euch?

04 Juni 2016

Einfach ich...





Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht ob ich das hier veröffentlichen soll, oder gar auf Facebook teile, dies würde mich bloßstellen, habe ich gedacht....

Viel zeit habe ich damit verbracht mich zu beschweren, Ausreden zu suchen warum ich so "fett" bin, aber das ist vorbei. Das Leben als fette Frau ist schrecklich,
denn man entspricht nicht dem Schönheitsideal, ob es in öffentlichen Verkehrsmitteln ist, beim Einkaufen, egal wo wenn man in der Öffentlichkeit, wird man belächelt,
gemieden, mit angewiderten Blicken gemustert. Man wird wie eine Aussätzige behandelt, nur weil man als Frau zu viel wiegt...

Die Sprüche von Freunden wie: "Du hast ein tolles Gesicht" oder "nimm halt ein paar Kilo ab!" oder "stell deine Ernährung um!" (um nur ein paar Beispiele zu nennen)
kann ich nicht mehr hören, das ist verletzend!!! Als ob ich nicht schon versucht hätte abzunehmen und meine Ernährung umzustellen, nur geht das ein paar Monate gut,
man nimmt auch ab, doch dann nimmt man wieder zu, weil man einfach aufgibt, das klingt so als hätte ich keinen Bock darauf, doch das stimmt nicht!

Inzwischen habe ich Arthrose in den Sprunggelenken, jeder Schritt ist eine Qual, Treppen steigen ist eine richtige Herausforderung für mich, es ist mir regelrecht peinlich,
wenn ich nach Luft japse beim Treppen steigen, es ist schon soweit, das meine Kollegen Treppen steigen und ich aus Scham den Aufzug nehme, nur damit sie es nicht mitbekommen.
Im Schlaf muss mein Mann mich wecken, da ich teilweise aufhöre zu Atmen.

An alle die uns fette Frauen angewidert ansehen, uns verspotten und uns meiden, weil wir zu viel wiegen: Wir sind auch Menschen, auch wir sind gepflegt, intelligent und haben Gefühle!

Ich habe letztes Jahr den Entschluss gefasst, dass es nicht so weitergehen kann, nicht weil mein Aussehen mir nicht gefällt, sondern weil mein Leben keine Lebensqualität aufweist und ich auf soviel
verzichten muss. Also holte ich mir Hilfe, ging ins Adipositas Zentrum und begann mit einem 6 Monatigen Abnehmversuch, mit Ernährungsberatung unter ärztlicher Aufsicht mit dem Ziel einer bariatrischen OP.

Jetzt denkt so mancher von euch bestimmt: "Ach sie geht also den einfachen Weg?!?!" Nein, ich ziehe einfach die Reißleine, denn wenn ich so weiter mache, kann ich bald nicht mehr laufen, nicht weil ich mich vor
lauter Fett nicht mehr bewegen kann, sondern weil meine Gesundheit abartig unter dem Gewicht leidet.

Ich gehe nun diesen Weg, habe sicher noch einige Hindernisse vor mir, denn die OP wurde noch nicht beantragt und dann ist da noch die Krankenkasse, welche die OP erstmal genehmigen muss.
Bis jetzt sind meine Ärzte und meine Ernährungsberaterin guter Dinge und alle sind einer Meinung, die OP ist notwendig. Normalerweise rät die Ernährungsberatung zur herkömmlichen Methode,
aber in meinem wird selbst von dieser Seite gesagt: "Ja, die OP ist notwendig".

Das ist alles andere als einfach, und auch keine "schwupps jetzt bin ich schlank" Lösung! Mein Weg dauerte 12 Jahre, bis ich mich dafür entschieden habe. Ich will einfach noch länger für mein Kind und meine Familie da sein!